Vorsorgevollmachten | Patientenverfügungen

Manchmal geht es schneller als man denkt. Durch Unfall oder Krankheit gerät man unerwartet in eine Situation, in der man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann und plötzlich auf fremde Hilfe angewiesen ist. Auch nächste Angehörige sind aus rechtlichen Gründen meist nicht automatisch befugt, für Sie zu handeln. Oftmals bleibt die Einsetzung eines Betreuers durch das Gericht dann die einzige Möglichkeit. Sind Sie z. B. im Besitz von Immobilien, so kann das zu ganz erheblichen Einschränkungen führen.

Mit entsprechenden General- und Vorsorgevollmachten können Sie sich absichern, dass sowohl in Fällen der Gesundheitsvorsorge als auch bei der Regelung Ihrer Vermögensangelegenheiten nur diejenigen Personen für Sie handeln, denen Sie vertrauen und die Sie in diesen Dingen für die richtigen halten.
In der sogenannten Patientenverfügung können Sie darüber hinaus Ihre Vorstellungen festlegen, welche ärztlichen Maßnahmen Sie für sich wünschen oder aber gerade nicht wünschen. Auch Entscheidungen über Transplantationen oder zur Organspende können Sie in einer solchen Patientenverfügung treffen.

Notare sind Spezialisten in Sachen Vorsorge. Sie können Ihnen durch die richtige Gestaltung von Vollmachten dabei helfen, eine gerichtlich angeordnete Betreuung zu vermeiden und einen Betreuer und Bevollmächtigten zu bestimmen, der Ihr volles Vertrauen genießt.

Text: Falko Tzschaschel
Rechtsanwalt und Notar – Sozietät Poppe

Betreuungsverfügung

Kann ein Volljähriger aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen, so bestellt das Betreuungsgericht für ihn einen Betreuer. Mit einer Betreuungsverfügung bestimmen Sie vorab selbst, wer durch das Betreuungsgericht zu Ihrem Betreuer bestellt werden soll. Hier wird der Betreuer durch das Gericht kontrolliert. Lassen Sie sich beraten, beispielsweise beim

Verein für Betreuung und Selbstbestimmung im Kreis Pinneberg e. V.

Hauptstraße 75, 25462 Rellingen

Bestattungsvorsorge

Bestattungsverfügung

Eine Bestattungsverfügung bietet die Möglichkeit, alle Wünsche für eine Bestattung in Ruhe im Voraus festzulegen. Sie kann auch eine Bankvollmacht für den Bestattungspflichtigen enthalten.

Vorsorgevertrag

Innerhalb eines Vorsorgevertrags mit einem Beerdigungsinstitut können Sie all diese Dinge ebenfalls festlegen. Der Vertrag enthält bereits einen Kostenvoranschlag, und Sie können darin auch die Finanzierung regeln. Um die Angehörigen zu entlasten, können Sie die entsprechenden Beträge auf einem Treuhandkonto hinterlegen, wo sie zudem noch verzinst werden.

Sterbegeldversicherung

Auch eine Sterbegeldversicherung kann die Beerdigungskosten decken. Sterbegeldpolicen sind kleine Kapitallebensversicherungen, die allerdings in einigen Fällen – vor allem, wenn sie erst im Alter abgeschlossen werden – nicht rentabel sind. Ein genauer Vergleich der Angebote ist hier ratsam.

Vorsorge für Dauergrabpflege

Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die festlegen möchten, wie der letzte Weg und die Gedenkstätte sein sollen. Nur ca. 20 % aller Bundesbürger verfügen über ein Testament und treffen klare Regelungen für ihre Bestattung, ihre Grabstätte und für die Grabpflege. Dabei ist Vorsorge auch für die Grabpflege möglich. Dauergrab-pflege mit der Treuhandstelle ist ein Service der Friedhofsgärtner, um Angehörigen oder denen, die schon zu Lebzeiten die Gestaltung ihres eigenen Grabes geregelt wissen wollen, die Sorge um Grabbepflanzung und Grabpflege abzunehmen. Die Leistungen, die der Friedhofsgärtner erbringt, werden vorher individuell festgelegt. Daher gibt es vor Abschluss eines Vertrages eine fachmännische Beratung, kostenlos, unverbindlich und gern auch vor Ort an der Grabstelle.

Treuhandstelle für Dauergrabpflege Schleswig-Holstein GmbH

Waisenhofstr. 44, 24103 Kiel
0431/93535
0431/94145
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Der letzte Wille

Um sicherzugehen, dass Ihr Nachlass in die gewünschten Hände kommt, sollten Sie frühzeitig ein Testament aufsetzen. Darin können Sie bestimmte, auch  nicht verwandte Personen als Erben einsetzen oder die gesetzlichen Erbteile abändern. Verfassen Sie Ihr Testament nicht mit Hilfe eines Notars, sondern privat, so muss es von Ihnen eigenhändig geschrieben, mit Ort und Datum versehen sowie mit Vor- und Nachnamen unterzeichnet werden. Alternativ können Sie mit Ihren Erben einen verbindlichen Erbvertrag schließen.

Sterbebegleitung

Ambulanter Hospizdienst Pinneberg-Uetersen

Langenbargen 6, 25495 Kummerfeld
04101/8565510
04101/8565540
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„Trauercafé Sonnenlicht“, 2. Sa. im Monat, 15.00-17.00 Uhr, Fahltskamp 30

Johannis Hospiz

Agnes-Karll-Allee 17 b, 25337 Elmshorn